Radsport-ABC
DNF, RTF und XCO; UCI, GPS und CTF: Wer als Newbie im Radsport nur Bahnhof versteht, findet hier die Antworten auf alle Fragen!
Rund um Basics und Breitensport
Für Vereins-Events, Training und Freizeit auf dem Bike.
Altersklassen
Kinder und Jugendliche fahren in Altersklassen von jeweils zwei Jahrgängen: von U5 bis U 19. Zugrunde gelegt werden Kalenderjahre: So fährt zum Beispiel ein Kind, das am 30. Dezember 15 Jahre alt wird, bereits ab Januar desselben Jahres in der U17. Bei den Erwachsenen gibt es die Kategorie U23, danach Elite und Masters.
Bikepark
In einem Bikepark finden sich verschieden schwere Abfahrtsstrecken mit Steilkurven, Sprüngen und Hindernissen. Eignet sich vor allem für Downhiller und Freerider.
CTF
Abkürzung für „Country-Tourenfahrten“: Jedermann-Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmer am Veranstaltungstag mit einem geländetauglichen Fahrrad vorgegebenen Strecken (meist gibt es mehrere unterschiedlich lange Alternativen) folgen. Eine Vereinszugehörigkeit ist nicht zwingend erforderlich, Inhaber der GC-Breitensport-Lizenz können per App Punkte sammeln. Es gibt keine Zeiterfassung. CTFs finden oft parallel zu RTF-Veranstaltungen statt.
GC/German Cycling
Der Radsport in Deutschland ist in Verbänden organisiert: Der MRSV gehört zum Radsportverband Rheinhessen, dieser wiederum zum Radsportverband Rheinland-Pfalz, auf Bundesebene sind die Landesverbände dann unter dem Dach von German Cycling (früher: BDR/Bund Deutscher Radfahrer) vereint.
Sowohl Breitensport-Lizenzen (für diejenigen, die Punkte beispielsweise bei RTF/CTF-Veranstaltungen sammeln) als auch Rennlizenzen sind beim Bundesverband zu beantragen.
Pumptrack
Speziell gebaute hügelige oder wellige Strecke, meist rund, bei denen die Fahrer ohne zu treten allein durch „pumpende“ Bewegungen des Körpers Geschwindigkeit aufbauen können.
RTF
Abkürzung für „Radtourenfahrten“: Veranstaltungen (meist am Wochenende), bei denen Radsportler mit Rennrädern oder Alltagsrädern verschieden lange Strecken (zwischen 25 und 150 Kilometern) auf der Straße absolvieren. Die Zeit wird nicht erfasst, anstelle von Wettbewerb geht es um das Erleben der Landschaft, das gemeinsame Fahren und den Genuss an den Verpflegungsstellen. Teilnehmen darf Jedermann, Inhaber der GC-Breitensport-Lizenz können per App Punkte sammeln.
(Single)-Trail
Ein schmaler Pfad, auf dem Biker nur hintereinander fahren können. Single Trails werden je nach Schwierigkeitsgrad (Bodenbeschaffenheit, Steigung, Kurven…) in einer Skala von S0 bis S5 eingestuft.
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Rund um Radrennen
Alles wichtige, was ihr bei der Teilnahme an einem Rennen wissen solltet.
A-Linie
Die schnellste, aber auch technisch schwierigere Linie in einem Rennparcours.
Ausschreibung
Alle wichtigen Informationen zu einem Rennen finden sich in der Ausschreibung. Gezielt nach Ausschreibungen suchen kann man zum Beispiel auf der German Cycling-Website rad.net.
B-Linie/„Chickenway“
Bei einem Rennen gibt es die Möglichkeit, schwierige Hindernisse über einen leichteren, aber längeren Weg zu umfahren – wurde in der Vergangenheit eher „Chickenway“ genannt.
Bundesnachwuchssichtung
Die Bundesnachwuchssichtung (BNS oder NWS) ist eine Rennserie von German Cycling, bestehend aus mehreren technischen Modulen und XCO-Rennen, für die Altersklassen U15 und U17 mit Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet. Wer am Ende der Serie die meisten Punkte hat, ist Deutsche/r Meister/in der jeweiligen Altersklasse.
C1, C2, C3, HC
Einige Rennen mit überregionalem Charakter und technisch höherem Anspruch sind von der UCI kategorisiert. Entsprechend der Einstufung von C3 (niedrigste Stufe) bis HC („Hors Catégorie“; höchste Stufe) gibt es je nach erreichter Platzierung eine bestimmte Anzahl an UCI-Punkten.
DNF/DNS/DSQ
In den Ergebnislisten von Rennen finden sich manchmal die Kürzel DNF für „did not finish“ (das heißt, der Fahrer musste das Rennen zum Beispiel wegen eines Defekts oder Sturzes abbrechen) oder DNS für „did not start“ (Fahrer ist nicht an den Start gegangen). Zum Glück sehr selten ist der Vermerk DSQ („disqualified“): Der Fahrer wurde aufgrund eines Regelverstoßes aus dem Rennen genommen.
Lizenz-/Hobbyklasse
Es gibt Rennen für jeweils ausschließlich Hobby- und Lizenzfahrer, gemischte Rennen mit getrennter Wertung für Fahrer beider Klassen oder Rennen mit gemeinsamer Wertung. Eine Radsport- oder Rennlizenz wird beim Dachverband German Cycling (GC) beantragt und setzt die Mitgliedschaft in einem dem GC zugehörigen Verein voraus. Der Verein übernimmt in der Regel die Kosten für die Lizenz. Die Lizenz berechtigt zur Teilnahme an bestimmten Rennen wie der MTB-Bundesnachwuchssichtung in der Altersklasse U17 oder auch internationalen Rennen der UCI (Union Cycliste Internationale). Allerdings darf man als Lizenzinhaber an manchen Hobby- oder Jedermannrennen nicht teilnehmen.
Streichergebnis
Bei manchen Rennserien gibt es die Möglichkeit, den Wettbewerb mit der geringsten Zahl erreichter Punkte nicht werten zu lassen.
Transponder
Funk-Kommunikationsgerät, das zur Zeitmessung bei Rennen eingesetzt wird. Meistens finden sich die Transponder in der Lenker-Startnummer, manchmal gibt es dafür auch Armbänder oder andere Geräte, die am Fahrrad befestigt werden.
Trial
Mit Trial (englisch: Wettkampf, Probe) wird eine Geschicklichkeitsprüfung bezeichnet, meist ein Technik-Parcours, oft im Vorfeld eines Cross-Country-Rennens zur Bestimmung der Startaufstellung.
Überholen
Zum Regelwerk für Cross Country-Rennen gehört auch: Man lässt stärkere Fahrer vorbei fahren. Zur Warnung rufen die von hinten kommenden schnelleren Fahrer „von links!“ oder „von rechts!“ und kündigen so ihr Überholvorhaben an.
UCI-Punkte
Der Radsportweltverband Union Cycliste Internationale hat seinen Hauptsitz in Genf in der Schweiz. Ab der U19 können ambitionierte Fahrer bei von der UCI gelisteten Rennen unterschiedlicher Kategorien (siehe C1…) UCI-Punkte sammeln, um sich für bestimmte Wettbewerbe zu qualifizieren oder eine gute Startposition zu erhalten.
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Rund um Radsportdisziplinen und Bike-Typen
…wenn euch vor lauter Abkürzungen der Kopf schwirrt.
Cross Country (XC / XCO / XCC / XCE / XCM / XCT / HC)
Cross-Country (= „querfeldein“, abgekürzt CC oder XC) ist eine Mountainbike-Wettkampfdisziplin. Meist fährt man hierbei mit Hardtail-Bikes. Beim Cross-Country geht es vor allem um Ausdauer, aber auch eine gute Fahrtechnik ist nötig.
Bei Wettkämpfen gibt es einige Unterformen:
Cross Country (olympisch, XCO): Einzelrennen auf einem Rundkurs
Short Track (XCC): Sprintrennen auf kürzeren Strecken und mit kürzerer Dauer
Eliminator (XCE): Ausscheidungsrennen
Marathon (XCM): Einzelrennen über eine lange Distanz
Zeitfahren (Cross-country time trial – XCT): Einzelzeitfahren
Bergrennen (hill climb, HC): Rennen auf überwiegend stark ansteigenden Strecken
Cyclocross (XC)
(auch Querfeldein oder Radcross): Eine Radsportdisziplin, bei der die Fahrer über unbefestigte Wege fahren, teilweise mit sehr steilen Anstiegen und Hindernissen, über die man das Fahrrad trägt. Die Räder sind im Gegensatz zu Mountainbikes an Rennräder angelehnt, aber stabiler und mit breiteren und profilierteren Reifen.
Dirtbike
Dirtbikes kommen bei der Disziplin „Dirtjump“ zum Einsatz. Sie sind klein und wendig, die Fahrer springen damit über aufgeschüttete Erdhügel.
Downhill (DH)
Downhill ist eine Mountainbike-Disziplin, bei der man mit robusten und voll gefederten Bikes möglichst schnell bergab fährt.
Enduro (EDR)
Bei Enduro-Rennen müssen die Fahrer als Einzelfahrer mehrere Wertungsabschnitte absolvieren. Die Anforderungen sind dabei zwischen Cross Country und Downhill anzusiedeln. Genutzt werden Enduro-Bikes, die einen größeren Federweg besitzen als die Räder für den XC-Einsatz, aber nicht so stark zum Bergabfahren ausgelegt sind wie Downhill-Bikes.
Fully
Der Begriff leitet sich von „Full Suspension“ ab: Es handelt sich um voll, also vorne und hinten gefederte Mountainbikes.
Hardtail
Hardtail heißt übersetzt „harter hinterer Teil“: Diese Bikes sind nur vorne gefedert. Unebenheiten im Boden sind deutlicher zu spüren, dafür wiegen die Räder bei vergleichbarem Material weniger als vollgefederte Bikes.
Gravelbike
Das „Schotter-Rad“ hat Ähnlichkeit mit dem Crossbike, bieten aber etwas komfortableres Fahren in Bezug auf Sitzposition und breitere Bereifung.
Rund um Technik am Rad
Alles, was „Hobbys“ und Ambitionierte brauchen und nutzen.
Fahrradcomputer/Garmin
Viele Radsportler nutzen Fahrradcomputer zur Navigation und zur Aufzeichnung von Leistungsdaten (dann in Verbindung mit Tritt- und/oder Herzfrequenzzähler). Bekannte Marken sind Garmin oder Wahoo.
Flatpedals
„Flats“ sind klassische Pedale ohne feste Verbindung zum Schuh. Beim Mountainbiken sorgen eine große Fläche und die Ausstattung mit Metallstiften für guten Halt auf den Pedalen, wenn es mal ruckeliger wird.
GPS (Global Positioning System)
Zur Planung von Strecken und zur Orientierung unterwegs nutzen Mountainbiker GPS-Satellitendaten über spezielle Apps oder Geräte wie Fahrradcomputer (beispielsweise der Marke „Garmin“). Auch bei RTF/CTF-Veranstaltungen werden zunehmend GPS-Tracks zur Verfügung gestellt, ergänzend oder alternativ zur Beschilderung.
Klickpedale/Klickies
Klickpedale werden durch angeschraubte Platten an den Schuhsohlen (Cleats) fest mit dem Fuß verbunden. Das ermöglicht einen „runderen“ Tritt und eine bessere Kraftübertragung.
Milch
Die Milch (oder bei der Marke Maxalami: das Wurstwasser) ist ein flüssiges Dichtmittel, das in Tubeless-Reifen eingefüllt wird, um Löcher zu verschließen.
Rolle/Rollentrainer
Freie Rollen werden vor allem zum Aufwärmen vor Rennen benutzt: Man stellt das Fahrrad auf ein Trainingsgerät, das aus einem Rahmen und mehreren Rollen besteht. So kann man auf der Stelle fahren.
Für das Indoor-Training (vor allem im Winter) spannt man in der Regel das Fahrrad in eine feste Rolle ein. Diese können mit Apps verbunden werden, so dass das Training gezielt gesteuert werden kann.
Strava
Strava ist ein von Radsportlern häufig genutzter Fitness-Tracker, der verschiedene Möglichkeiten bietet: zum Beispiel den direkten Vergleich mit anderen Sportlern, indem man bestimmte definierte Streckenabschnitte – „Segmente“ fährt und sehen kann, wie dort andere Fahrer abgeschnitten haben. In der kostenpflichtigen Premium-Version ermöglicht Strava außerdem unter anderem Live-Tracking, erweiterte Leistungsdaten oder das Erstellen von Trainingszielen. Strava läuft als Smartphone-App oder auf einigen GPS-Fahrradcomputern. Durch die gegenseitige Vernetzung auf Strava stehen die Radsportler miteinander auch in Kontakt und geben sich zum Beispiel „Kudos“ – ähnlich wie „Likes“ – für eine gute Leistung.
Tubeless
Beim Tubeless-System wird kein Schlauch verwendet: Die Reifen bilden zusammen mit der (meist speziellen) Felge eine dichte Luftkammer. In die Reifen wird eine Dichtflüssigkeit eingefüllt, die kleinere Löcher von innen abdichtet. Für größere Löcher gibt es unterschiedliche Tools wie Gummistopfen oder „Rennwürste“.
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Rund um die Fahrtechnik
Tricks für geschicktes MTB-Fahren… oder für das Coolness-Extra!
Bunny Hop
Ein Fahrmanöver, bei dem ein Hindernis übersprungen wird, indem man beide Räder anhebt. Ein technisch unsauberer, oft mit Klickpedalen durchgeführter Bunny Hop wird auch als „Schweinehop“ bezeichnet.
Drop
Ein Sprung bergab über eine mehr oder weniger hohe Stufe.
Manual
Fahren nur auf dem Hinterrad, im Stehen.
Trackstand
Beim Trackstand bringt der Fahrer das Rad zum Stehen und versucht, möglichst lange auf der Stelle stehen zu bleiben, ohne dass die Füße den Boden berühren.
Wheelie
Fahren nur auf dem Hinterrad im Sitzen und pedalierend.
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